Wie gestalte und bastel ich aus Kork tolle Adventskarten?

So langsam wirds Zeit an die ersten Advents- und Weihnachtsbasteleien zu denken. Aus einem zehnzackigen Stern in einzeln geschnittenen Rauten, die zusammengenäht werden, in eine passend ausgeschnittene zehnzackige Sternenform eingesetzt werden entstehen wunderschöne Weihnachtskarten.

Hier gibt es erst einmal die Schnittmustervorlage. Für die Weihnachts- und Adventskarten kommt ein Naturkork aus unserem Sortiment, der hell-dunkel gestreifte, da er zusammengesetzt raffinierte neue Muster ergibt. Alle anderen Korkleder lassen sich natürlich auch toll einsetzen – zur Weihnachtszeit natürlich besonders die goldverzierten Korkstoffe.

Auf die Rückseite der Korkstoffe wird eine Lage Vliesofix aufgebügelt.

Und als zusätzliche Schnittmusterhilfe wird aus einem hellen Kork (geht auch aus festem Papier oder Pappe) eine einzelne Raute zugeschnitten.

Es gibt nun zweierlei Möglichkeiten die Linien des Korks als Muster zu nutzen und vorab entsprechend zuzuschneiden. Schneide ich die Grundstreifenbreite von 1,85 cm fast diagonal aus dem Kork zu, erreiche ich, dass die Linienführung auch gerade durch die Raute läuft, schneide ich paralell zur Linienführung im Kork zu, erhalte ich einen anderen Effekt.

Hier ist nun gut zu erkennen, wie die unterschiedliche Schnittweise sich auswirkt, links der Diagonalschnitt, rechts der paralell geführte Schnitt.

Ich machte mich an die erste alternative Idee: der erste ausgeschnittene Stern aus weissem Kork wurde halbiert, etwas auseinandergeschoben, die Rauten ebenfalls grosszügig hineinverteilt. Alles passt hinein – und hat Luft. Weg vom gewollten Perfektionismus.

Ich schnitt ein weiteres Mal …. splittete erneut und noch weiter ….. und fügte einen dritten Schnitt hinzu – nun verteilte sich alles gleichmässig und die äussere Umrandung konnte so verschoben werden, dass es ein in der Gesamtheit wieder stimmiges Bild ergibt.

Das erste Testnähen begann: auf einem DIN4 Blatt schwarzen Tonpapiers bügelte ich vorab 10 mit Vliesofix versehene Rauten auf – auch hier schloss ich den 10-Zack Stern nicht komplett, sondern liess ein Stück offen und zwei Zacken “hinausfallen”.

Mit dem Geradstichfuss mit Gleitsohle # 53 ist das Einnähen der Rauten kein Problem. Der Kantenabstand, Rautenkante, Nähfusskante ist immer garantiert, die Nadelposition steht am Mittelwinkel der Raute passgenau zur Füsschenkante.

Dann wird gedreht – der Winkel und der Abstand sind absolut perfekt – und ich kann den Nähfuss nun senken…

und bis zur Rautenspitze weiternähen – wieder bis kurz vor der Spitze, Nadelposition ist dieselbe wie gerade zuvor…

ich drehe meine Arbeit und nähe dann wieder bis zum nächsten Winkel zurück.

So erreiche ich akkurat aufgenähte Rauten für den ersten Stern. Natürlich ist es auch ein wenig Übungssache, aber es ist gar nicht schwer.

Die Rückseite des Tonpapiers schaut da schon weniger schön aus.

Eine zweite Lage hefte ich mit Wonderclips dahinter – es könnte auch geklebt werden, doch braucht es das gar nicht.

Und beide Papierseiten werden mit einem Geradstich von 3 mm zusammengenäht. Der Kantenabstand wird wieder über den Geradstichfuss bemessen.

In einem letzten Arbeitsschritt falte ich den DIN4 Bogen auf die Mitte zur Grösse DIN5 und steppe die Faltkante nochmals für eine idealere Passform ab. Fertig ist Karte No. 1.

Ich komme zurück zur zweiten Idee. Hier liegt der mehrfach zerschnittene Hintergrundstern auf dem Tonpapier. Die Gesamtgrösse ist mir persönlich noch etwas zu gross und ich schneide an allen Aussenkanten nochmals 3 mm ab.

Die Einzelteile werden aufgebügelt (Vliesofix hinterbügelt) – dann nähe ich, wie zuvor alle einzelnen Zuschnitte auf das Tonpapier auf.

Die Rauten lege ich probehalber nochmals vor dem Aufbügeln hinein, bügele sie dann fest und nähe sie danach ebenfalls einzeln an.

Anschliessend füge ich auch hier einen zweiten Bogen schwarzen Tonpapiers, wie zuvor gezeigt dahinter und stelle die Karte gleichermassen fertig.

Karte No. 3 folgt sogleich. Hier teile ich den ausgeschnittenen grossen weissen Stern aus Kork und setze ihn knapp seitlich der Mitte des DIN4 Tonpapierbogens. Die einzelnen Rauten füge ich drumherum, gerade so, wie es mir gefällt, bügele sie dann ebenfalls auf und nähe alle Einzelteile auf. Auch diese Karte wird, wie die beiden Vorgängermodelle mit Rückseite und Seitennähten fertiggestellt.

Und ein paar Stunden später sind dann die ersten drei Advents- und Weihnachtskarten fertig. Echte handgearbeitete Unikate im Naturlook aus Kork. Solche gibts nirgendwo zu kaufen. Die kann man nur selbst machen.