Was Sie über Kork wissen sollten

Kork ist die Rinde der Korkeiche. Sie wächst vorwiegend in den südwestlichen Mittelmeerländern Portugal und Spanien, aber auch in Afrika in Algerien und Marokko sowie in China und gehört zu botanischen Familie der immergrünen Hartlaubgewächse. Sie kann bis zu 350 Jahre alt werden.

Die Korkeiche wird bei einem Stammdurchmesser von einem Meter bis zu zwölf Meter hoch und kann im Alter von 25 Jahren zum ersten Mal geschält werden. Danach wächst die Rinde innerhalb von zehn Jahren wieder nach.

Von der Korkeiche leben Mensch und Natur

Der Kork von korkundkulör kommt aus Portugal. Dabei ist die Korkeiche nicht wie z.B. der Eukalyptus ein Plantagenbaum und zeichnet sich zudem durch hohe Widerstandsfähigkeit aus. Dank der Korkrinde ist sie geschützt vor Hitze, Austrocknung und Schädlingen, und überlebt dadurch sogar Waldbrände. Die Waldflächen sorgen für eine reduzierte Bodenerosion. So versteppt die Landschaft nicht, und der Wald reguliert den natürlichen Wasserkreislauf.

Korkwälder sind ein natürliches Ökosystem und Lebens- und Rückzugsraum für seltene Tierarten, wie Kaiseradler oder Gänsegeier. Sie sind Überwinterungsgebiet für Kraniche aus ganz Europa.

Die Korkbäume sind aber nicht nur ökologischer Faktor, sondern die Nutzung von Kork ist auch ein wichtiger ökonomischer Treiber für die Wirtschaft Portugals, denn 25.000 Menschen sind heute allein in der portugiesischen Korkindustrie beschäftigt.

Die Korkwälder Portugals und Spaniens liefern mehr als eine Viertel Million Tonnen Kork pro Jahr –  in etwa drei Viertel der Weltproduktion. Dabei ist Portugal mit über 50% Prozent der größte Korkproduzent der Welt. Aus dem Alentejo kommen nicht nur hervorragende Weine, sondern auch mit mit 72 Prozent der größter Anteil der portugiesischen Korkproduktion.

“Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Diese alte Weisheit der Crow Indianer trifft nicht auf die Korknutzung zu. Aufforstung und Nutzung von Kork durch den Menschen leisten einen extrem positiven Beitrag zum Klimaschutz. Hieraus resultiert eine unschlagbare Ökobilanz. Bis zu 25 Mal wird die Korkeiche in ihrem Leben geerntet und so von ihrer Rinde befreit. Die Erntezeit beginnt im Mai und endet im August. Die traditionelle Technik zur Schälung der Korkeichen sorgt dafür, dass kein einziger Baum dabei gefällt oder beschädigt wird. Durch regelmäßiges Schälen wird die Eiche widerstandsfähig gegen Feuer, produziert eine dickere Korkschicht und bindet circa 5mal so viel CO2 wie „normale“ Bäume. Allein die mit Korkeichen bedeckten Flächen Portugals schlucken so viel CO², wie 1,5 Millionen PKW im Jahr ausstoßen.

Im Laufe des durchschnittlich 250-jährigen Lebens wird sie bis zu 20 Mal geerntet – also von Ihrer Rinde befreit. Die Erntezeit beginnt im Mai und endet im August. Die traditionelle Technik zur Schälung der Korkeichen sorgt dafür, dass kein einziger Baum dabei gefällt oder beschädigt wird. So wird pro Baum in seinem Leben 200 bis 250 kg Korkrinde gewonnen, wovon aber etwa nur 5 bis 10% für unser Korkleder geeignet sind. Der Rest wird aber nicht weggeschmissen, sondern fließt in die Herstellung von Dämmstoffen, Flaschenkorken oder Korkböden.

Noch besser: Eine Korkeiche deren Rinde regelmäßig geerntet wird,ist widerstandsfähiger, lebt länger und bindet bis zu viermal mehr Kohlenstoffdioxid als Korkeichen die nie in ihrem Leben geschält werden. Eine Korkeiche, die nicht geschält wird, erstickt im Laufe der Jahre an ihrer eigenen Rinde.

Der Irrtum vom Korken.

Kunststoffkorken oder Schraubverschlüsse ersetzen heute häufig die Korken aus der Eichenrinde. Angeblich aus Umweltgründen. Faked news würde man so etwas heute nennen.  Zum einen verkauft sich Korkgranulat heute sehr gut, so dass auch der „Abfall“ der Flaschenkorken einen Markt findet. Viel schlimmer aber, dass in Deutschland heute 70 % aller Weinflaschen mit Aluminium verschlossen sind, einem Material, das der Umwelt extrem schadet und 25mal so viel CO2 freisetzt wie Kork aus Korkrinde. Ein Hoch auf den Weinkorken – dem aus Kork.